Liebe Patientinnen und Patienten, auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Umgang unserer Praxis mit der Infektionsgefahr durch Coronavirus:

  • Bitte kommen Sie nicht in die Praxis, wenn Sie unter Husten und/oder Fieber leiden. Wir haben keine Möglichkeit, Patienten zu isolieren.
  • Ab Montag, den 30.03.2020, erhalten Patienten für die Dauer des Aufenthaltes in der Praxis einen behelfsmäßigen Mund-Nase-Schutz. Dieser dient in erster Linie dazu, die Verbreitung von virushaltigen Speicheltröpfchen durch asymptomatische Infizierte zu minimieren. Zudem bitten wir Sie, sich bereits am Eingang die Hände zu desinfizieren.
  • Eine Videosprechstunde wird aufgebaut. Diese kommt aber nur für bestimmte Patientengruppen infrage, über die Sinnhaftigkeit entscheidet der Arzt. Die Verbindung wird auf einen Laptop oder Smartphone über den Browser aufgebaut, die Installation spezieller Software ist nicht erforderlich. Selbstverständlich müssen Mikrofon und Kamera funktionieren und die entsprechenden Zugriffe gewährt werden.

 

Im folgenden finden Sie eine kurze Information für Patienten, die z.B. aufgrund einer Multiplen Sklerose oder einer Myasthenie Immunsupressiva einnehmen müssen:

  • Genauere Informationen zu einzelnen Medikamente liegen noch nicht vor. Aufgrund von Erfahrungen mit anderen Erregern und und der Wirkmechanismen der Präparate lassen sich mit hinreichender Sicherheit folgende Aussagen treffen:
    1. Die klassischen Basismedikamente (Interferone und Glatirameracetat) gehen nicht mit einer erhöhten Infektanfälligkeit einher.
    2. Dimethylfumarat sollte ebenfalls keine Infektanfälligkeit bewirken, soweit die Lymphozytenzahl über 800/µl liegt.
    3. Aufgrund der Hemmung der Lymphozytenvermehrung ist für Azathioprin und Teriflunomid ein leicht erhöhtes Infektionsrisiko zu erwarten.
    4. Aus der Gruppe der Eskalationstherapeutika ist das Natalizumab unkritisch, da es lediglich das Eindringen von Immunzellen ins zentrale Nervensystem verhindert. Die übrigen Medikamente dieser Gruppe (Ocrelizumab, Cladribin, Rituximab, Fingolimod) können die Abwehr von schweren Infekten signifikant beeinträchtigen. Eine Kontaktminimierung ist somit anzuraten. Eine Therapieunterbrechung wird nicht empfohlen.
    5. Die Durchführung von Cortisonstoßtherapien muss aktuell sehr sorgfältig abgewogen werden.
    6. Für detailliertere Informationen verweisen wir auf die Webseiten der Deutschen Gesellschaft für Neurologie und der DMSG.